.

Bestshot goes Hamburg

Diesmal gibt es “endlich” von unserem  Städte-Reisetrip nach Hamburg zu berichten! Nachdem es bei unserem ersten Anlauf mit den Flügen nicht klappen wollte (wir hatten dann alternativ Berlin gebucht), haben wir es diesmal geschafft. Freitag Früh nach Hamburg und Sonntag Abend zurück nach Wien-Schwechat und somit viel Zeit um die deutsche Hansestadt zu erkunden.

Die Wetterprognose mit Regen, Sturmböen und gefühlten Temperaturen um die 0 Grad könnte nicht fast nicht schlechter sein, aber wir hoffen aus das Beste. Wir haben uns vorgenommen regionale Küche zu probieren also Fisch Fisch Fisch 🙂 und natürlich alle uns interessant erscheinenden Plätze zu besuchen.

Freitag früh startet unser Flug in Wien Schwechat. Diesmal sind wir mit Eurowings unterwegs. Beim Sinkflug auf Hamburg wurden wir aufgrund der Sturmböen recht durchgeschüttelt. Eine enorme Herausforderung für meinen Magen – mir wird auch schon mal in einem Ruderboot schlecht 😉
Die Landung klappte dann aber tadellos.

Mit der S-Bahn fahren wir direkt vom Flughafen zur Station Stadthausbrücke. Unsere Unterkunft das Hotel Steigenberger liegt gleich um´s Eck. Wir checken ein. Das Hotelzimmer liegt im im 7. Stock mit toller Aussicht auf die Speicherstadt und das Alsterfleet dem Hauptabfluss der Alster in die Elbe.


Uns hat die zentrale Lage bei der Wahl des Hotels angesprochen. Die Innen- und Speicherstadt und die HafenCity erreichen wir von hier aus innerhalb weniger Gehminuten.
Wir lassen unser Gepäck hier uns ziehen wieder einmal warm eingepackt los. Wir wollen heute noch den prognostizierten regenfreien Nachmittag voll ausnutzen, darum gibt es einen schnellen Mittagsimbiss.

Bei der U-Bahnstation nahe unseres Hotels  gibt es einen kleinen Laden mit Backwerk. Dort holen wir uns belegte Brötchen und ein Franzensbrot als Nachspeise (eine süße Leckerei!). Los gehts!

Auffällig sind die  U-Bahnen die teilweise auf Stahlkonstruktionen durch die Stadt geführt werden. Sie sind offen und luftig gebaut und fügen sich fast schon wieder unauffällig ins Stadtbild.


Wir erkunden die Gegend und gleich fällt auf im Vergleich zu Berlin gibt es hier jede Menge Mistkübel an den öffentlichen Plätzen. Die Stadt wirbt mit lustigen Sprüchen an den verschiedensten Orten zu den städtischen Themen. Hamburg wirkt offen und modern.

In der HafenCity ist viel Raum zwischen den Gebäuden, große Fenster, viel Backsteinoptik und moderne Bauten in Verbindung mit der alten denkmal geschützten Speicherstadt prägen hier die Architektur.

Die Hamburger Speichestadt ist der weltweit  größte historische Lagerhauskomplex. Sie ist in der Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.

Hier steht auch die Elbphilharmonie, ein 2016 fertig gestelltes Konzerthaus das auf den Sockel des früheren Kaispeichers A aufgesetzt wurde.  Sie liegt ebenfalls im Stadtteil HafenCity am Ufer der Nordelbe.
Die ‘Elbphilharmonie ist das neueste Wahrzeichen der Stadt und soll ein Kulturdenkmal für alle sein.

Elbphilharmonie

MarcoPoloTerassen
Die Marco-Polo-Terassen liegen zwischen Kaiserkai und Strandkai in der Hafencity.
Sie umfassen etwa 6400 Quadratmeter,  und laden mit den zahlreichen Stufen und Bänken zum chillen ein.

An der Elbmeile zwischen Baumwall und Fischauktionshalle liegen viele Schiffe.
Allen voran die beiden Museumsschiffe Rickmer Rickmers und die Cap San Diego.

Cap San Diego

Die Cap San Diego ist das größte in Betrieb befindliche Museumsfrachtschiff der Welt. Sie liegt an der Überseebrücke im Hamburger Hafen.

Rickmer Rickmers


Die Rickmer Rickmers ist ein dreimastiges stählernes Segelfrachtschiff.
Sie liegt als Museums und Denkmalschiff im Hamburger Hafen bei den St.Pauli Landungsbrücken.

Kaisers

Jetzt ist es Zeit für einen Kaffee 😉
Wir probieren es im Kaisers
und bestellen uns Käsekuchen und Cappuccino.
Ein gemütliches Bistro mit Mittagstisch am Dalmannkai in dem man auch den Abend verbringen kann.

Mit der U-Bahn gelangen wir dann zu den St.Pauli Landungsbrücken
Die St. Pauli-Landungsbrücken sind ein sehenswertes Gebäudeensemble entlang der Elbe und zugleich ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen S und U-Bahn und den Fährschiffen. Auch sämtliche Ausflugsschiffe legen hier an.
Hier finden sich auch jede Menge Gelegenheiten Fisch und Brötchen zu konsumieren.
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Landungsbrücken zu einer der beliebtesten Flaniermeilen Hamburgs entwickelt.

St. Pauli Landungsbrücken
St.Pauli Landungsbrücken

Wir haben uns hier unser Lokal das “Watergate” fürs Abendessen ausgeguckt. Es hat eine Glasfront, so haben wir einen ungestörten Blick auf den Hafen. Genau gegenüber liegt die berühmte Werft Blom + Voss.
Wir essen Lachsburger mit Senfsauce und Fish&Chips – seeehr lecker!

Watergate

Nach dem Abendessen wollen wir noch zur Reeperbahn.
Die Reeperbahn ist die zentrale ca. einen Kilometer lange Straße im Vergnügungs und Rotlichtviertel des Hamburger Stadtteiles St.Pauli.
Hier gibt es unzählige Diskotheken, Bars, Nachtclubs.
Parallel zur Reeperbahn verläuft etwas versteckt im Süden die bekannte Herbertstraße, eine Bordellstraße, die nur zu Fuß und durch zwei Sichtblenden hindurch betreten werden kann.

Reeperbahn
Reeperbahn

Dann geht es noch durch das nächtliche Hamburg, vorbei an der Elphilharmonie, zurück ins Hotel.

Elbphilharmonie

Samstag Morgen frühstücken wir in der Schanzenbäckerei gleich ums Eck.
Hier gefällt und schmeckt es uns. Sonntag werden wir auch hier frühstücken, haben wir beschlossen.


Nach dem Sonntags-Frühstück geht es nochmal zu den St.Pauli Landungsbrücken.
Wir wollen uns hier noch genauer umschaun´ und auch die öffentlichen Fähren ausprobieren.

Wir haben uns für die Hamburger Öffis Tageskarten um rund 6,50 Euro pro Person besorgt. Die öffentlichen Hafenfähren können damit auch benutzt werden 🙂
Die zahlreich angebotenen Hafenrundfahrten haben wir nicht ausprobiert.

Fähre 62


Mit der Fähre 62 fahren wir zum Museumshafen Oevelgönne e.V.


Der Museumshafen Oevelgönne an der Elbe ist ein Liegeplatz für Museums- und Traditionsschiffe und Boote im Südteil von Hamburg.
Alle historischen Wasserfahrzeuge sind noch funktionstüchtig.
Sie werden vom Trägerverein des Museums gepflegt und in Stand gehalten.

Museumshafen Oevelgönne
Museumshafen Oevelgönne

Im Museumshagen Oevelgönne steht auch der Leuchtturm Pagensand Süd,
Er wurde nach 80 Dienstjahren 2015 vom Wasser und Schifffahrtsamt dem Museumshafen übergeben.

Der Leuchtturm und wir

Gleich daneben befindet sich der Elbstrand Övelgoenne-Neumühlen.
Jetzt kommt ein wenig Sonne durch den dunkel verhangenen Himmel – Sehr cool! 🙂


Elbstrand Övelgoenne-Neumühlen

Elbstrand Oevelgönne-Neumühlen

Elbstrand Oevelgönne-Neumühlen

Wir nehmen wieder die Fähre, die etwa im 20 Minutentakt anlegt und fahren zwei Stationen zurück zur Station Fischmarkt. Wir sind hungrig und suchen nach einem ansprechenden Restaurant für unser Mittagessen.
Hinter der Fischauktionshalle (hier findet Sonntags der berühmte Hamburger Fischmarkt statt) finden wir das Restaurant Elbperle. Ein Tisch ist frei – perfekt!

Restaurant Elbperle -Panfisch in Senfsoße

Das russische Museums U-Boot – U 434, Baujahr 1976, ist unser nächstes Ziel. Es liegt am Elbufer in Höhe des St.Pauli Fischmarktes.

Museums-U-Boot-U 434


Wir haben die Museums-Führung mitgemacht, wirklich spannend und unterhaltsam!
Unser Resumee: Ein menschenfeindlicher unwirklicher Arbeitsplatz. Monatelang unterwegs, Luftfeuchtigkeit 80%, Temperaturen von 40 bis 80°C, Duschen oder Wc´s Mangelware, wobei: “egal” hat uns die Führung erzählt – bei dem Dieselgestank an Bord hat man sämtliche andere Gerüche eh nicht mehr wahrgenommen. Mit 40 ist man dann mit sämtlichen Ehren in Pension gegangen…wenn man es erlebt hat.


Museums-U-Boot-U 434


Als Nächstes geht es zum Elbtunnel.
Der 1911 eröffnete aus zwei Tunnelröhren bestehende Elbtunnel verbindet die Elbinsel Steinwerder mit der nördlichen Hafenkante bei den St.Pauli-Landungsbrücken.
Er ist einen halben Kilometer lang und wird von Fußgängern, Radfahrern aber auch von Kraftfahrzeugen genutzt. An beiden Ein/Ausgängen gibt es große Aufzüge mit Einfahrten in denen auch ein Pkw Platz hat.

Sicht vom Elbtunnel auf die Aufzüge

Stiegenhaus und Aufzüge – Alter Elbtunnel

Der 100 Jahre alte Elbtunnel steht unter Denkmalschutz und wird seit Jahrzehnten saniert. Derzeit ist eine Röhre zur Renovierung gesperrt, die Andere ist zur Benutzung offen.

Alte Elbtunnel – Tunnelröhre
Stiegenhaus und Aufzüge – Alter Elbtunnel



Es ist spannend durch den Tunnel zu gehen und dabei zu wissen, dass die Elbe samt Schiffen über einem sind…
Auf der anderen Seite auf Steinwerder hat man einen Aussichtsplatz mit Blick auf die Elbe und eine Imbissbude. Sonst rundum nur Industriegelände. Es fängt zu regnen an was uns weiter nicht stört, denn hier gibt es weiter nichts zu sehen. Wir nehmen den großen Lasten/PKW Aufzug zum Tunnel hinunter und gehen die Tunnelröhre zurück.
Mit der U-Bahn fahren wir dann zurück zur Speicherstadt.

Blick von den Magellan Terassen – Hafencity auf die Elbphilharmonie


Wir nutzen die blaue (anfangs regnerische) Stunde für Langzeitbelichtungen in der Hafencity/Speicherstadt.

Kehrwiedersteg – Hafencity


Gegen 21.00h ist der Hunger schon groß!
Es ist jetzt gar nicht so einfach hier in der Hafencity ein offenes (erschwingliches) Restaurant zu finden..
Nach einer halben Stunde entdecken wir die”Trattoria Mama”.
Die Speisekarte ist vielfältig, die Auswahl fällt nicht leicht 🙂
Sehr empfehlenswert!

Trattoria Mama – Pizza Fini Vitello mit Mozarella, Rindfleisch, Thunfischcreme und Ruccula



Sonntags frühstücken nochmals in der Schanzen Bäckerei.
Hier gibts viele Leckerein sowohl süß als auch pikant und eine “vernünftige Menge” Häferlkaffee :).
Danach kehren wir ins Hotel zurück und checken aus.
Wir haben noch ein paar Stunden Zeit bis zu unserem Heimflug. Mit der U-Bahn fahren wir noch einmal zu den St.Pauli Landungsbrücken um eine weitere Runde mit der Hafenfähre 62 zu machen und um bei den St.Pauli Landungsbrücken Mittagzuessen, ehe wir dann zum Flughafen müssen.

Diesmal läuft gerade ein riesen Containerschiff aus, als wir mit der Fähre unterwegs sind – sehr beeindruckend diese unglaublichen Dimensionen!

Wir essen in dem Restaurant Fischkajüte – St.Pauli Landungsbrücken zu Mittag.
Hier gibt es auch gutes Essen – allerdings zu Touristenfalle – Preisen 😉 Norwegische Fischsuppe schmeckt einfach genial 🙂 , Backfisch mit Majo-Kartoffelsalat ebenso.

Danach nehmen wir die S-Bahn zum Flughafen.
Unser Start verzögert sich wegen Strurmböen in Wien um eine Stunde.
Dort ist aufgrund der Wetterverhältnisse nur eine Startbahn offen…
In Wien dreht unser Flieger dann mehrere Runden über Schwechat. Es ist ein bisschen wie Achterbahn fahren so rüttelt uns der Sturm hier in der Luft durch. Diesmal bekommt der Pilot nach der Landung Applaus!

In den vergangenen 3 Tagen haben wir unzählige Impressionen festgehalten, hier sind noch ein paar davon…