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Honeymoon – Beautiful Curacao

Yeah, wir sind verheiratet!

Am 24. Mai bei schönstem Sonnenschein war es soweit, wir haben uns in Reichenau an der Rax das Ja-Wort gegeben.

Foto: Katrin Nusterer Fotografie – Reichenau

Einen Monat später geht es nun auf Hochzeitsreise! Honeymoon 🙂
Wir wollen in die Karibik…
Warmes Wasser, weiße Sandstrände, lebendige Korallenriffe…
aber wohin genau?? Zufällig sehen wir den Aushang eines Werbe-Gewinnspieles.
Der bringt uns auf die Idee – Honeymoon in Curacao!

Curacao ist eine der drei ABC Inseln, Teil der der südlichen kleinen Antillen, rund 444 Quadratkilometer groß und zusammen mit der Nebeninsel „Klein Curacao“ ein Land des – man glaubt es mitten in der Karibik kaum – Königreichs der Niederlande.
Es gibt über 38 Badebuchten, und mehr als 100 Tauchplätze.
Die Temperatur beträgt das ganze Jahr um die 28 Grad zu Land und im Wasser. Wirbelstürme gibt es hier nicht. Regentage sind selten 🙂

Unser Flug geht von Wien-Schwechat über Amsterdam und St.Maarten nach Willemstad der Hauptstadt von Curacao und dauert gut 15 Stunden.
Willemstad begeistert uns mit einem Zentrum voller bunter Bauten im holländischen Kolonialstil.

Unser Hotel liegt ein wenig außerhalb. Wir haben uns für das Scuba Lodge-Boutique Hotel entschieden. Am Meer gelegen, beste Kritiken, klein und fein – keine Bettenburg! und mit Tauchschule dabei – das hat uns überzeugt.
Am Flughafen werden wir vom Hotel-Taxi abgeholt. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir unsere Unterkunft.

Beim Einchecken wartet eine Überraschung auf uns. Die Rezeptionistin bringt uns zu unserem Apartment und überreicht uns den Schüssel mit den Worten …and we have an upgrade for you…


Wir trauen unseren Augen nicht, aus unserem gebuchten Standard-Apartment wird ein Apartment mit Riesenwohnzimmer, Küche und einer gemütlichen Terrasse. Unglaublich!!


Standard war wohl ausgebucht…Warum auch immer, wir haben es nicht hinterfragt und freuen uns einfach nur königlich über unser Glück! Nach dem Kaiserhochzeitswetter auch noch dieses Extra… vielleicht sollten wir es jetzt doch einmal mit Lottospielen versuchen 😉


Unter Tags hat es auf Curacao um die 28 Grad, mehr oder weniger 365 Tage im Jahr. Nachts kühlt es nur wenig ab.
Hier weht Gott sei Dank immer ein Wind so ist die Hitze gut auszuhalten. Curacao zählt zu den “Inseln unter dem Winde” da hier, Lage und Klima bedingt, tatsächlich immer eine Brise weht!

Nach 12 Stunden Flug mit 6 Stunden Zeitverschiebung und Apartment beziehen  ist es jetzt Zeit fürs Abendessen. Unser Hotel liegt gleich am Meer, das Restaurant direkt an der Küste mit Blick auf die Meeresbrandung.

Scuba Loge Boutiquehotel – Restaurant

Die Wellen klatschen hier ordentlich gegen die Mauer und öfters hüpfen ein paar Tropfen sogar darüber und landen im Sand oder manchmal auch auf den Tischen die nahe des Meeres stehn 🙂
Der Ausblick auf das türkies-dunkelblaue Wasser ist traumhaft, das Rauschen der Brandung einfach genial.

Morgens und abends kommen Krabben in allen Größen die Mauer hoch und suchen nach Fressbarem. Leider sind sie extrem schüchtern. Zum Fotografieren braucht man unbedingt eine lange Brennweite und viiiiel Geduld!

…und Mosquitos!?
Wir wundern uns. In den unzähligen Reiseberichten, die wir vorab gelesen haben, ist immer wieder lästigen Mosquitos die Rede und das man besser vor dem Verlassen des Hotelzimmers eine Patina aus Sonnencreme und Mosquitoschutz aufträgt…
In den ersten Stunden hier ist uns noch keine einzige Mücke begegnet.
Manchal juckt es, aber das ist definitv unsere Einbildung die schon auf den ersten Stich wartet…

Wir sind mittlerweile supermüde. Das Schlafzimmer ist klimatisiert – wunderbar, denn es ist hier in der Nacht beinahe so heiß wie unter Tags. Warme Sachen zum Anziehen braucht man hier nicht! Den nächsten Morgen beginnen wir ein wenig unausgeschlafen, die neue Umgebung, das ungewohnte Bett…Ihr kennt das sicher…

Frühstück wird es hier heute und die nächsten Tage immer reichlich und immer mehr als wir essen können geben und das immer erste Reihe fußfrei direkt am Meer 🙂

Frühstück! Es sind immer ein paar Gäste mehr da 😉

Besonders am Morgen sind hier viele kleine gelbe Vögel unterwegs, ein paar Spatzen – die gibt es wohl überall, eine Taube und ein paar andere Vögel sind auch dabei. Sie kümmern sich alle um die Krümel die abfallen.

Ich möchte hier in Curacao in der bunten Unterwasserwelt das Tauchen ausprobieren und wenn es mir gefällt den Tauchschein (Open Water Diver) machen. Joe hat schon Taucherfahrung.


Für den nächsten Tag buchen wir einen Probetauchgang. Ich bin überrascht, das ist hier ganz ohne Taucherfahrung möglich. Der Tauchspot heißt Tugboat-Spaanse Waters, benannt nach einem gesunkenen Boot das dort liegt.  Wir sind neugierig wie es aussieht wenn so ein gesunkenes Boot von der Natur , Korallen und Fischen erobert wird. Mir gruselt ein wenig vor dem Gedanken unter Wasser nur aus der Flasche zu atmen.

Aber zuerst werden wir heute noch Willemstad erkunden. Seine Stadtteile Otrobanda und Punda die durch die schwimmende Königin Emma Brücke verbunden sind sollen sehenswert sein. Es ist immer spannend die Plätze die man Dank Google Recherchen von unzähligen Fotos und Berichten kennt, dann in Wirklichkeit zu sehen!

Willemstad – Königin Emma Brücke

Die Königin Emma Brücke hat eine besondere Eigenschaft auf die wir schon sehr neugierig sind. Sie öffnet sich einige Male unter Tags um den Schiffsverkehr möglich zu machen. Und zwar indem sie zur Seite “schwimmt”. Dann ist der Weg für Schiffe etwa eine ¾ Stunde frei bis sie sich dann wieder schließt. Daher kommt auch ihr Spitzname „Swinging Old Lady“. Diese Konstruktion ist einzigartig auf der Welt.

Die Königin Emma Brücke öffnet sich

Bevor sich die Brücke für den Schiffsverkehr öffnet, erklingt ein Warnsignal. Jetzt hat noch ein paar Minuten Zeit, die Brücke zu verlassen, danach werden die Zugangstore geschlossen. Wer sich zu diesem Zeitpunkt noch auf der Brücke befindet, kann bleiben, muss dann die ganze Zeit auf der Brücke abwarten bis sie sich wieder schließt und für Fußgänger und Fahrzeuge freigegeben wird.

Die Brücke hat für den Schiffsverehr Platz gemacht

Nachdem wir die beiden Stadtteile und die schwimmende Königin Emma Brücke gesehen haben, entdecken wir in Punda einem Bistro an einem lauschigen Platz. Unter einem riesigen Baum mit Trompetenblüten der angenehmen Schatten spendet, finden wir einen freien Tisch.

Es weht dort ein angenehmes Lüftchen und aus dem Cafe kommt echt chillige Musik. Perfekt zum mal Pause machen und um in der herrlichen Atmosphäre die Seele baumeln zu lassen. An den Wänden sind tolle dreidimensionale Bilder unter anderem von gelborangenen Vögeln die hier überall anzutreffen sind.

Wir sind wirkliche Kulturbanausen, geschichts trächtige Orte oder religiöse Stätten samt Führungen interessieren uns nur kaum oder wenn sie fotografisch etwas hergeben 😉
Lieber probieren wir nationale Gerichte und erkunden die Gegend auf eigene Faust.

„DUSHI“ bedeutet hierzulande „nett, lieb, sexy, mein Schatz“, oder aufs Essen bezogen auch „lecker“ 🙂
“Dushi Korsou”, ursprünglich der Titel der Nationalhymne und heute eine der besten Möglichkeiten die Insel zu beschreiben. Sie ist nicht nur nett, schön oder lieb, sondern sie ist all das zusammen und noch viel mehr. Kurzgesagt: DUSHI CURACAO!

Nach einem langen Tag haben wir dann genug von der Hitze in der Stadt. Wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Dabei entdecken wir noch einen kleinen öffentlichen Strand, an dem ein paar Einheimische baden. Wir beschließen hier morgen schwimmen zu gehn´.


Es ist spät und wir sind froh wieder im Hotel zu sein.
Die Hitze und der Jet-Leg machen sich mittlerweile ordentlich bemerkbar. Die Klimaanlage im Apartment ist eine wahre Wohltat!
Wir freuen uns darüber noch immer keine Mücken bemerkt zu haben! Diesmal schlafen wir bestens! Für den nächsten Tag haben wir uns vorgenommen es noch einmal ruhig anzugehen. Wir haben uns keinen Wecker gestellt und schlafen ordentlich aus.

Beim Frühstück beschließen wir, gleich hier beim Hotel, in der tollen Brandung, die Tag und Nacht mit herrlichen Wellen herein bricht, baden zu gehn´.

Die Wellen sind ein Traum, das Wasser ist wirklich kristallklar und um die 28 Grad warm. Es macht riesig viel Spaß sich von der Brandung hin und her werfen zu lassen. Wir filmen ein paar Slowmotions, herrlich!

Danach machen wir uns auf den Weg, um ein paar Getränke und Gebäck einzukaufen um nicht ganz von den Restaurants abhängig zu sein. Die kleinen regionalen Mini-“Supermärkte” hier ähneln sich alle. Es sind Lagerhallen mit Rolltoren welche gleichzeitig auch der Eingang zum Markt sind.

Gemüse und Frisches findet man hier ausschließlich nur in Kühlvitrinen. Frisches Gebäck? Fehlanzeige. So ziemlich alles, dass es hier zu kaufen gibt, ist auf „haltbar“ ausgelegt. Eine Klimaanlage gibt es in den einfachen Märkten nicht.

Hier auf Curacao findet man auch große Supermärkte wie zum Beispiel Carefour. Dafür braucht man dann schon, ähnlich wie bei uns, ein Auto um hinzukommen. Auch einen Spar-Markt haben wir bei unseren späteren Ausflügen gesehen.

Nach unserem Einkauf besuchen wir den kleinen öffentlichen Strand an dem wir gestern vorbei gekommen sind, bewaffnet mit Tauchmaske und Schnorchel.

Wieder sind nur wenige Leute da. Beim Schnorcheln gibt es ganze Fischschwärme zu sehen. Das kristallklare 28 Grad warme Wasser ist ein Traum!

Diesen Abend verbringen wir mit gutem Essen und anschließendem Chillen im Pool, ganz Flitterwochen – like 😊.

Mittwoch, heute ist es soweit mein erstes Tauchabenteuer wartet auf mich. Joe hat schon vor ein paar Jahren den Open Water Diver absolviert und freut sich die Vielfalt unter Wasser von der wir schon soviel gelesen und auf Fotos gesehen haben. Wir bekommen beim Tauchcenter unseren Tauchautomaten, das Tarierjacket und Flossen. Zusammen mit unserem mitgebrachten Equipment kommt alles in einen Container.

Scuba Lodge – Diving Center Bus

Die Behälter werden dann in eine alten amerikanischen Schulbus, umfunktioniert zum Scuba Lodge – Divingcenter Bus, verladen und los geht es zum Tauchspot.

Dort zwängen wir uns in die Neoprenanzüge und bereiten unter Anleitung die Ausrüstung für den Tauchgang vor.
Danach gibt es eine kurze theoretische Einführung zu den wichtigsten Dingen die man als Taucher wissen muss.

Gefolgt von paar Übungen im seichtem Wasser, wie vollgelaufene Tauchmaske entleeren, Atemregler aus dem Mund nehmen und einiges mehr. Dann geht es los. Vorbei an einer Riesenankerkette und an dem gesunkenen Tugboat tauchen wir entlang des Riffs.

Raffi & Joe – Unterwasser-Selfie 😉

Als wir etwas tiefer gehen habe ich einwenig Herzklopfen – Mein erstes Mal so weit unter Wasser!! Alles läuft gut und bald lenken mich die vielen bunten Fische und verschiedenste Formen von Korallen ab.

Eine geniale Erfahrung! Nach dem erfolgreichen Schnuppertauchen, starten wir den Kurs noch am selben Tag, allerdings erst einmal im Pool des Hotels. Verschiedenste Übungen, wie zum Beispiel Tauchmaske unter Wasser abnehmen und wieder aufsetzen, oder austarieren (unter Wasser schweben ohne zu sinken oder zu steigen mit Hilfe der Atmung und des Tarierjackets) und noch einiges mehr, stehen auf dem Programm.
Ich mache die Erfahrung, dass man sich unter Wasser verschlucken kann als ich beim Tauchmaske aufsetzen Wasser in die Nase kriege
und ich sehe, dass das kein Grund zum Auftauchen ist, man hustet in den Atemregler hinein und alles ist wieder gut.

Beim Abendessen herrscht hoher Wellengang. Das Wasser spritzt bis zum Restaurant herauf. Die erste Tischreihe direkt am Meer bleibt heute leer.


Heute lernen Mosquitos kennen. Sie sind mit unseren hiesigen Gelsen nicht vergleichbar. Schneller, leiser und die Stiche rufen bei weitem nicht so lästige juckende Dippeln hervor wie unsere österreichischen „Gössn´“ Es dürfte allerdings gerade auch nicht Moquito-Saison sein, denn mehr als 3-4 Stiche sollen es heute Abend auch nicht mehr werden.

Am nächsten Tag stehen im Rahmend es Tauchscheins zwei Tauchgänge im Meer an. Mit dem Scuba Bus fahren wir, nach Westpunt zum Player Grandi Beach. Hier findet der erste Tauchgang statt.

Wir wiederholen die Übungen aus dem Pool und tauchen eine Runde. Das Riff ist bunter und lebendiger als das Riff am Tag zuvor. Uns begegnen Fischschwärme, Korallen, Anemonen…
Ein wahres Feuerwerk an Farben, wunderschön!

Der 2. Tauchgang findet nach dem Mittagssnack beim Plaja Kalki Beach statt. Hier warten Pelikane und wirklich große Wasserschildkröten auf uns!

Bei diesem Tauchspot begleitet uns auch eine Fotografin, die sich darum kümmert dass wir unter anderem zusammen mit den Riesenschildkröten auf einem Foto verewigt sind.

Heute tauchen wir bis auf 18 m Tiefe und am Ende des Tauchganges steht ein Notaufstieg aus 6 Metern Tiefe auf dem Programm.

Notaufstieg mit Begleitung vom Tauchlehrer

Zum Abendessen gibt es ein ausgesprochen leckeres Barbeque und dann heißt es Lernen, lernen, lernen. Denn ohne theoretisches Wissen geht es nicht! Die schriftliche Prüfung ist schon für den nächsten Tag angesetzt!

Wir verbringen den folgenden Tag mit den Lernunterlagen im klimatisierten Zimmer. Und das während unserer Flitterwochen ;)) 
Lernen am Pool? 

Habe ich mir lässig vorgestellt, funktioniert aber – zumindest bei mir – nicht !!! Bei den Temperaturen schaffe ich es keine 10 Minuten mich zu konzentrieren! Am frühen Abend haben wir dann unsere Open Water Diver – Theorieprüfung. Nach einer Stunde ist es geschafft!! Faaast alles richtig 😉 Beim Abendessen stoßen wir dann auf die bestandene Prüfung an.

Am folgenden Tag stehen noch 2 Tauchgänge im Rahmen der Open Water Diver Ausbildung an. Alle notwendigen Übungen haben wir schon bei unseren vergangenen Tauchgängen erledigt, so können wir diesmal uneingeschränkt die fantastische Unterwasserlandschaft,  die auf uns wartet, genießen!

Heute geht es zum Tauchspot Playa Porto Marie. Hier gibt es am Strand viele Liegen und Touristen und es gibt hier Schweine!! Kein Witz!!
Sie heißen alle Willi und sind eine Attraktion hier in Porto Marie auch “Williwood” genannt.

Ein schlafendes „Willi“-Schwein

Unter Wasser sehen wir die verschiedensten bunten Fische, winzig klein u groß. Rotfeuerfisch, Papageienfisch, Flunder, Kofferfisch, Muräne, Trompetenfisch, Leopardenwurm, alles ist dabei.

Hier versteckt sich ein Rotfeuerfisch

Jeden Meter andere Lebewesen, Korallen, Anemonen… Zweifellos der beste Tauchgang von allen! Heute haben wir unseren Padi Open Water Diver -Ausweis erhalten und alle Tauchgänge ins Logbuch eingetragen. Wir haben uns vorgenommen Porto Marie in den nächsten Tagen noch einmal zu besuchen.

Den Abend lassen wir mit  einem Spaziergang durch Willemstad ausklingen.

Für die kommenden Tage nehmen wir uns einen Mietwagen. Wir wollen uns auf der Insel umschauen und verschiedene Orte die wir schon von Berichten kennen besuchen. Man warnt uns vor der Diebstahl/Einbruchs – Kriminalität auf Curacao und dem karibischen Fahrstil der Einwohner. So wild wie es geschildert kommt es aber zumindest in unserem Fall nicht.
Wir beherzigen die Empfehlungen der Mietwagenagentur, wie etwa Parken an belebten Plätzen, nichts Wertvolles im Fahrzeug zurücklassen und haben wirklich keinerlei Probleme.

Geblinkt wird hierzulande nur beim Reindrängeln´ und bloß nicht an einer orange aufleuchtenden Ampel halten, sonst riskiert man einen Auffahrunfall. Bei Rot muss man damit rechnen, dass doch jemand drüber fährt.

Auf unserer Todo-Liste steht jetzt  das Curacao Sea-Aquarium. Dort kann man Fische, Delphine und Rochen beobachten. Pelikane posen fürs Foto.


In offenen Becken gibt es Seesterne, Seegurken, Seeigel und Schnecken zum Angreifen.

Wir beobachten andere Gäste beim Füttern der Haie und schauen uns die Delphin-Show an.
Typische Touristenhighlights 🙂

Weiter geht ese anschließend zum Jan Tiel Beach. Ein Strand-Highlight, so steht es zumindest in den zahlreichen Reiseführen.

Wir halten uns nur kurz dort auf. Der Jan Tiel Beach ist, vergleichsweise mit anderen Stränden hier, klein und überlaufen. Wer auf die Infrastruktur wie etwa Liegen, Sonnenschirme, Gastronomie, Volleyballplatz und  Gelateria usw. steht, und dafür viele Menschen in Kauf nimmt, ist hier allerdings gut aufgehoben 😉 

Als Nächstes besuchen wir Fort Beekenburg. Eines der best erhaltensten Forts in der Karibik. Unweigerlich muss ich an den Film „Fluch der Karibik“ denken! Beim Fort handelt es sich einem runden Turm, erbaut 1703 an der Caracas Bai. Das Fort sollte, im 17.Jahrhundert und später, Piraten und andere Feinde abwehren. Wir lieben solche Erkundungstouren!
Natürlich mit den Kameras bewaffnet, versteht sich!

Fort Beekenburg

Das Fort ist leicht mit dem Auto zu erreichen und auf jeden Fall einen Besuch wert. Von ganz oben hat man einen schönen Ausblick auf den Tugboat-Beach und die Caracasbai. Gleich nebenan liegt der Strand, wo wir unseren ersten Tauchgang hatten.

Am Tugboat Beach gibt es ein recht skurrilesLokal, sowohl optisch als auch was den Service betrifft.

Hier bekommen wir Kaffee (heißes Wasser, Löskaffee aus dem Vorratsglas und Pulvermilch zum selber Anrühren) und Dosengetränke.

Vorort liegt ein stillgelegtes 188 Meter langes, 24.000 Tonnen schweres Bohrschiff mit dem eigenwilligen Namen  “Nobelbulli”. Es wird bewacht, wer in die Nähe kommt, zu Wasser oder zu Land, wird weg gewiesen. Ein Mann in Anzug macht täglich einen Rundgang und dokumentiert Diesen mit Fotos. Diese Sicherheitsmaßnahmen sorgen für rege Fantasie und Stoff für Schauergeschichten rund um das Riesenschiff 😉


Die Abende verbringen wir gerne im Hotel. Die Anlage ist chillig angelegt mit viel Grün und das offene Strand-Restaurant bietet viele Leckerein.

Montag, heute fühle ich mich ein wenig wehmütig… am Donnerstag geht unser Flug nach Hause und die Tage rasen nur so dahin!
Wir buchen für Mittwoch unser Abschluss-Highlight: eine Ausflugsfahrt zur unbewohnten Insel “Klein Curacao” die einen Tag voll unberührter Natur und weißem Sandstrand verspricht.

Dann machen wir uns wieder im Mietwagen auf den Weg.
Die Insel ist unglaublich vielfältig und überrascht uns immer wieder.

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Playa Porto Marie. Dieser Strand hat uns bei unseren Tauchausflügen am Besten gefallen, darum müssen wir da unbedingt noch einmal hin um pures Karibikfeeling zu tanken!
Heute gibt es etwas hier eher Seltenes, ausgiebigen Regen! Zumindestens für eine Stunde. Überall stehen riesen Wasserlacken, da der ausgetrocknete Boden nicht soviel Wasser auf einmal aufnimmt.  Wir hoffen, dass sich das Wetter bis wir beim Strand ankommen beruhigt und haben Glück. Es hört auf zu Regnen. Am Strand finden sich wegen der grauen Regenwolken nur wenige Besucher ein.

Wir suchen uns ein Plätzchen für unsere Sachen und gehen schnorcheln. Und auch wenn wir nicht bis zum Riff abtauchen können, entdecken wir doch einen  Kofferfisch, Papageienfische und einige andere Fische die wir nicht beim Namen nennen können 😉

Wir gönnen uns noch eine Pinacolada und einen Kaffee. Es ist 17.00 Uhr, die letzen Leute sind weg und der Strand ist leer – herrlich! Nur wir, unsere Leckerlies und der Strand!

Korallenstücke findet man hier an jedem Strand. Leider gibt es sehr strenge Bestimmungen welche die Ausfuhr von Muscheln, Korallen und Sand verbieten. Gerne hätten wir das eine oder andere Stück als Erinnerung mit nach Hause genommen.

Am Dienstag sind wir mit dem Mietwagen einen weitern Tag auf der Insel unterwegs, denn es gibt noch Einiges zu erkunden!
Es gibt noch viele Orte und Strände, die uns interessant erscheinen.

Wir sind überrascht, wieviele unterschiedliche Aktivitäten neben den Tauchspots die Insel bietet…
Eine Bucht ist ideal zum Kiten und der nächste Strand den wir besuchen wiederrum hat geniale Wellen zum Surfen…

Kite-Surfen
Surfen

Wir entdecken immer wieder neue interessante Plätze und
jede Menge lässige Motive für Postkarten-Fotos 🙂


Heute Mittwoch steht nun unsere Fahrt nach “Klein Curacao” an, noch einmal ein Highlight am Ende unseres leider viel zu schnell vergangenen Karibikurlaubes. Um 6.15 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt, denn um 7.00 Uhr legt das Schiff des Veranstalters “Mermaid” ab.
1,5 Stunden  wird die Fahrt dauern bis wir Klein Curacao erreichen. Am Schiff gibt es Kaffee, später auf der Insel dann ein ausgiebiges Frühstück. Der Veranstalter hat auf der Insel ein wenig Infrastruktur aufgebaut. Schattige Plätze, Toiletten und sogar eine Dusche gibt es.

Wasser, Getränke und alles für Frühstück und Mittagsbarbeque werden bei jeder Fahrt mitgebracht und ausgeladen und am Ende des Tages wieder eingepackt und aufs Schiff gekarrt. Während des Frühstücks bekommen auch die unglaublich reichlich vorhandenen Einsiedlerkrebse und Iguanas etwas ab, wohl deshalb damit die Gäste nicht von ihnen beim Essen belagert werden.

Einsiedlerkrebs

Das klickende Geräusch der vielen Krebse die sich hier tummeln hat etwas ganz eigenes. Die meisten Gäste kümmert dieses Schauspiel hier nicht, wir finden es faszinierend!

Auf Klein Curacao selbst gibt an sich wenig zu sehen. Eine halbe Stunde Fußmarsch und man kommt an einem gestrandeten Segelboot, und den dahin rostenden Resten eines Fischerbootes vorbei. Für uns allerdings feine Fotospots.

Ein Leuchtturm steht auch auf halbem Weg auf der Insel. Hierhin kommen die meisten Gäste dieser Ausflugsfahrt um  Selfies und Erinnerungsfotos zu schießen. Es fordert einiges an Geduld die Gelegenheit zu erhalten, das Gebäude ohne Menschen darauf zu fotografieren.

Das eigentlich Geniale hier ist der unberührte elfenbeinfarbene Sandstrand, der sich über die ganze Länge der Insel erstreckt. Mittags, als sich alle auf das wirklich reichlich vorhandene Essen stürzen, nutzen wir die Gelegenheit um Fotos vom menschenleeren Strand zu machen.

Wirklich gut eine Stunde lang gehört uns der Strand ganz allein.
Karibikfeeling pur!

Erst als unsere Fotomanie befriedigt ist holen wir uns auch unser Mittagessen. Am Nachmittag heizt die Sonne dann ordentlich herunter. Heute erwischt sie uns wohl auch Dank unserer Mittags-Strand-Fotomania beide. Wir nehmen an diesem Tag, neben den vielen einzigartigen Eindrücken auch einen Sonnenbrand mit nach Hause.

Als touristische Attraktion werden am Nachmittag die Schildkröten und Fische in Strandnähe angefüttert, damit die schnorchelnden Gäste auch genug zu sehen bekommen. Das lockt unter anderem auch viele Möwen an. Es wurdelt nur so, unter, auf und über dem Wasser!


So geht auch dieser Tag im Paradies leider viel zu schnell zu Ende. Wir fangen noch paar letzte Eindrücke vom Traum der unbewohnten Insel Klein Curacao ein…

Donnerstag, 13 Tage  nach unsere Ankunft ist es nun soweit, unser Abreisetag ist angebrochen.
Der Flug geht mittags, so bleibt uns noch Zeit zum gemütlich Frühstücken und um dabei noch einmal den Blick auf das Meer so richtig auszukosten.


Und ganz unerwartet erleben wir noch ein kleines Highlight.
Delphine. Sie ziehen immer wieder in Gruppen aus dem Wasser springend am Restaurant vorbei. Leider sind wir darauf nicht vorbereitet, so gibt es kein Foto davon, aber wir nehmen die Erinnerung daran mit nach Hause!

Wow! – Beautiful Curacao!